„Ich bin alleinerziehend. Die Kinder sind bei der Mutter“, zitiert Ingo Appelt (47) gern einen zynischen Männerwitz, den viele Scheidungsväter unterschreiben würden. Bei Markus Lanz rechnete der bitterböse Komiker, der drei Kinder aus zwei früheren Beziehungen hat, mit dem deutschen Unterhaltsrecht ab.

Huch, sind wirklich alle Frauen Hyänen? Appelt ätzt: „Ich habe das Schlimmste verhindert. Ich habe Kontakt zu meinen drei Kindern. Dafür muss man als Mann heutzutage doch schon dankbar sein.“ Auch, dass man gelegentlich mit den Kindern telefonieren dürfe – selbst wenn man das Telefonat noch bezahlen müsse.

Er empfindet die „Unterhaltsgeschichte tödlich - eine Bestrafung für den Mann. Geldzahlung kann zwangsvollstreckt werden, der Umgang aber nicht eingefordert werden.“ Da würden Briefe abgefangen, Telefone manipuliert, zitiert er Fälle aus dem Bekanntenkreis. Man sei als Vater doch glücklich, wenn man seine Kinder alle paar Wochen mal zu Gesicht bekomme, selbst wenn man wie er nicht zur Konfirmation eingeladen würde.

Sein Vorschlag: Eine Zwischeninstanz zur Regelung des Ganzen. „Denn wenn du mit der Frau erst mal vor Gericht bist...“

Deshalb habe er übrigens nie geheiratet. „Ich hatte Schiss vor der Scheidung.“ Und Schiss vor der Trennung generell. „Viele suchen einen Partner nach Maß, und wenn das nicht hundertprozentig passt, tauschen sie ihn aus.“

Bei seiner aktuellen Lebenspartnerin Sonja ist der Komiker sich allerdings absolut sicher, wird sie jetzt vor den Traualtar führen. Was die Partnerschaft auszeichne? „Wir sind dankbar füreinander.“ Ein Gefühl, das ihm früher offensichtlich fremd war. „Du fühlst dich als Mann ständig ungenügend, denkst, du musst noch mehr tun.“

Frauen, die einem ein schlechtes Gewissen eintrichtern – „ich hab gekocht, ich bin informiert, ich seh’ toll aus“ – gehen Appelt am A... vorbei. Da kann Markus Lanz ruhig einwerfen, dass die Selbstverwirklichung bei Frauen wegen der Kinder oft zu kurz komme...