Etliche Bundestagsabgeordnete haben auf unsere Aktion „Kinderrechte im GG stärken Staatsmacht und schwächen Eltern“ reagiert.

SPD, Grüne und Die Linke marginalisieren Vaterschaft und Mutterschaft und wollen ein Abstammungsrecht ohne genetische Abstammung zugunsten von Beliebigkeit und Willkür schaffen

Bundespolitik grenzt weiter Männer und ihre Verbände aus

2016 Deutschland steht weltweit in der Umsetzung der Kinderrechte auf Platz 66. Die Studie der Child Rights International Network (CRIN), die auf der UN-Kinderrechtskonvention basiert, wurde in 197 Ländern erhoben. Eine Lösung für die Trennungsfamilien hat Belgien parat, das in der CRIN Studie Platz 1 belegt. Dort wurde das Doppelresidenzmodell (Wechselmodell) als Standard für getrennte Familien eingeführt. Hier leben die Kinder im Wechsel bei beiden Eltern.

Die Benachteiligung von Vätern, Männern und Jungs weitet sich immer mehr aus. Obwohl Väterrechte angeblich gestärkt werden, müssen wir Männer für jede Stärkung von Väterrechten eine Reihe von zusätzlichen Diskriminierungen hinnehmen.

Hoffmann und Hofmann heißen die beiden Vorsitzenden von DGB und IG Metall, die am 1.Mai 2016 die Ehre hatten, im deutschen Free TV ihre Ansprachen zum Tag der Arbeit zu halten. "Zeit für mehr Solidarität" ist das Motto, unter dem in allen großen Städten in Deutschland gestern die Maikundgebungen stattfanden. Reiner Hoffmann, Vorsitzender des DGB, findet, ohne harte Auseinandersetzungen hätten wir nichts erreicht. Von einem 8-Stunden-Tag und 30 Tagen Ferien könnte man auch heute noch träumen, denn freiwillig hätten die Arbeitgeber den Gewerkschaften noch nie etwas geschenkt. Was die Metallarbeitgeber sich im aktuellen Tarifstreit "da leisten", hält er für "pure Provokation", es sei "eine Unverschämtheit". Und "wer davon faselt, dass wir noch länger arbeiten, ist nicht von dieser Welt", kritisiert er Überlegungen zur Rentenreform. Zum "Missbrauch" von Werkverträgen und Leiharbeit sagt er: "Bekannt ist besonders die Schweinerei aus der Fleischindustrie, wo Kollegen aus Bulgarien zu miserablen Löhnen ewig lange schuften, das alles wird gnadenlos weiter gehen, wenn wir nicht endlich ein Gesetz gegen den Missbrauch haben." Die "Reichen und die Superreichen" bezeichnet er als "die allergrößten Drückeberger", die sich vor der Kapitalertragssteuer drücken wollen. Jörg Hofmann, Vorsitzender der IG Metall, findet es "das allerletzte, wenn sie sich davor drücken, ihren Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten".

Reiner Hoffmann unterliegt auch dem Selbstbetrug, Frauen würden 22% weniger Lohn für die gleiche Arbeit bekommen, obwohl er es eigentlich besser wissen müsste. Denn die Tarifpolitik war stets geschlechtsneutral und gleiche Arbeit wird auch seit jeher mit gleichem Lohn bezahlt. Jörg Hofmann hat das Thema charmant ausgelassen. Weder von Jörg Hofmann noch von Reiner Hoffmann wurde die Elternzeit für Väter oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Männer angesprochen, in Zeiten des Wechselmodells eins der drängendsten Probleme in unserer gesellschaftlichen Entwicklung.

Jedes Jahr wird der Gender Pay Gap zelebriert. "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit", titelt die SPD. "Was wäre eigentlich, wenn sie auch 21 Prozent weniger arbeiten würden...?", posaunt der DGB. Diese Heuchelei ist unerträglich. Frauen arbeiten weniger, der Gender Pay Gap ergibt sich im Wesentlichen dadurch, dass mehr Frauen als Männer Teilzeit arbeiten. Für die gleiche Arbeit erhalten sie den gleichen Lohn, das hat der DGB selber erstritten - vor vielen Jahrzehnten. Eine Parole "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" ist verlogen und irreführend. Wenn Frauen grundsätzlich billigere Arbeitskräfte wären, würden die Betriebe nur noch Frauen einstellen.

Und auch die gibt es: Väter, die gar nicht Vater werden wollten, es aber nun doch sind.

Der Muttertag wird immer am zweiten Sonntag im Mai begangen. Der Vatertag wird an Christi Himmelfahrt begangen, das ist der 40. Tag des Osterfestkreises, also 39 Tage nach Ostersonntag. Deshalb fällt das Fest immer auf einen Donnerstag. Der frühestmögliche Termin ist der 30. April; der spätestmögliche der 3. Juni (Wikipedia). Während Früh Kölsch gerne mit dem Pittermännchen als "Vaterrolle" wirbt, bleibt die Werbung für kinderliebende Vaterrollen weitestgehend aus.